Große Infrastrukturvorhaben—von Industriebrachen-Umnutzungen über Verkehrsknotenpunkte bis hin zu Brückenbauwerken und kommunalen Versorgungsnetzen—scheitern häufig bereits in der Machbarkeitsphase. Über 42% aller Förderanträge für öffentliche Bauprojekte verzögern sich oder werden abgelehnt, weil Bestandsdokumentationen ungenau sind und unkalkulierte geometrische Risiken aufweisen.
Die Herausforderung: Warum traditionelle Bestandsaufnahmen unzureichend sind
Fördermittelgeber wie die Europäische Union (NextGenerationEU, EFRE, Horizon Europe) oder nationale und kommunale Infrastrukturfonds fordern belastbare Machbarkeitsnachweise. Analoge 2D-Baupläne und manuelle Handmessungen erfassen komplexe Bestandsgeometrien, Verformungen und verdeckte TGA-Leitungen nur unzureichend.
Durch den Einsatz von 3D-LiDAR-Realitätserfassung und digitalen Zwillingen sichern Infrastrukturplaner und Generalunternehmer ihre Machbarkeitsstudien mit millimetergenauer Präzision ab, noch bevor die erste Ausschreibung erfolgt.

1. Schnellere Machbarkeitsstudien durch sub-zentimetrische 3D-Daten
Mit terrestrischem Laserscanning (TLS) und Matterport Pro3 LiDAR erfasst Digital Strada bis zu 50.000 m² Bestandsfläche pro Tag:
- ASTM E2807 Punktwolken (.E57, .RCP): Absolute Genauigkeit von unter ±2mm mit fotometrischen RGB-Farben und Reflektivitätswerten.
- Georeferenzierung & GIS-Integration: Nahtlose Einbindung in ETRS89 und kommunale Geodatennetze.
- Deformations- und Lichtraumprofilanalysen: Farbcodierte Abweichungskarten zur Überprüfung von Trägerdurchbiegungen und Brückenhöhen.
2. Nahtlose Abstimmung zwischen Generalunternehmern, TGA und Behörden
Cloud-basierte 3D-Zwillinge dienen als zentrale Single Source of Truth für alle Projektbeteiligten:
- Virtuelle Begehungen für Förderprüfer: Auditoren können das Objekt digital begehen und Planungsdaten verifizieren.
- 3D-Mängel- und Aufgabenmanagement: Direkte Integration in Autodesk Construction Cloud (ACC) und Procore.
- Präzise Ausschreibungspakete: Exakte Mengengerüste verhindern Nachträge und Nachforderungen von Subunternehmern.
3. Scan-to-BIM Revit LOD 350 & ISO 19650 Konformität
Wir wandeln Punktwolken in parametrische Autodesk Revit (.RVT) LOD 350 Modelle und 2D-CAD-Zeichnungen (.DWG) um:
- Detaillierte Bauteilmodellierung (LOD 350): Reale Darstellung von Tragwerk, Anschlüssen und TGA-Trassen.
- Automatisierte Massenermittlung (QTO): Exakte Beton- und Stahlmengen als fundierte Kostenbasis für Förderanträge.
- Kollisionsprüfung (Clash Detection): Identifikation räumlicher Konflikte vor Baubeginn.
Fazit
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